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Wissenswertes zu Edelstahl Rostfrei
Wissenswertes zu Legierungszusätzen
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Glossar
- 1.1.4301
- Begriff für:
Austenitischer Chrom-Nickel-Stahl, V2A.
1.1.4301/304 (X 5CrNi 18-10) ist der Grundtyp der Chrom-Nickel Sta?hle, sehr gut umformbar und bei normaler Außenatmospha?re besta?ndig. Die Standardgu?te schlechthin, oft mit Chrom Nickel 18-10 benannt. - 1.1.4307
- Begriff für:
Austenitischer Chrom-Nickel-Stahl, V2A.
1.1.4307/304L (X 2CrNi 18-9) ist die Low Carbon Variante von 1.1.4301. Vielfach wird eine Doppelbelegung 1.1.4301/1.1.4307 304/304L im Zeugnis ausgewiesen. Verdrängt zusehends 1.4306. - 1.1.4541
- Begriff für:
1.1.4541/321 (X 6 CrNiTi 18-10)
Austenitischer Chrom-Nickel-Stahl, V2A.
Ähnlich wie 1.1.4301, zusätzlich mit Titan stabilisiert, die klassische deutsche Form des Chrom-Nickel Stahls beziehungsweise V2A. Die Titanstabilisierung (auch mit Niob möglich) ist neben der Kohlenstoffreduzierung (Low Carbon) eine weitere Möglichkeit, die Kohlenstoffanteile abzubinden. Anstatt dem Chrom verbindet sich hier das reagiblere Titan mit dem Kohlenstoff zu Titancarbid. Das Chrom bleibt im Gefüge und bildet kein Chromcarbid an der Korngrenze (Ausscheidung). Somit bilden sich keine chromverarmten Gefügebereiche, die für interkristalline Korrosion/ Kornzerfallanfällig sind. Der Gehalt an C liegt in solch einem Material bei ca. 0,08% wohingegen bei den Low Carbon Varianten diese Anteile unter 0,04% liegen mu?ssen. Sicher ist die Kohlenstoffreduzierung die elegantere Methode, da sich gerade die Titancarbide in einer deutlichen Verschlechterung der Zerspanbarkeit zeigen und durch das Herausreisen dieser Karbide beim Schleifen eine gierige Oberflächenrautiefe erzielt wird. Zum Zeitpunkt der Entwicklung dieses Werkstoffes war es technologisch noch nicht machbar, bei der Strahlerschmelzung durch Methoden wie VOD (Vakuumbehandlung) und AOD (Argonbehandlung) den C-Anteil so deutlich zu reduzieren.
Somit ist davon auszugehen, daß 1.1.4541 zunehmend durch 1.1.4307 substituiert wird. - ANSI
- Begriff für:American National Standards Institute
Das ANSI ist die amerikanische Stelle zur Normung industrieller Verfahrensweisen. Es ist Mitglied in der Internationalen Organisation für Normung (ISO). Das deutsche Gegenstück ist das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN).
- Austenit
- Begriff für:Austenitische Güten
Die Austenitischen Güten haben eine besonders gute Kombination von Verarbeitbarkeit,
mechanischen Eigenschaften und Korrosionsstabilität und sind deshalb die bei weitem
meist angewendete Grupp - Edelstahl Rostfrei
- Begriff für:
nicht rostende Stähle, die sich durch besondere Beständigkeit gegen chemisch angreifende Stoffe auszeichnen. Sie haben im allgemeinen einen Massenanteil von 10,5 % Chrom (Cr) und von höchstens 1,2% Kohlenstoff (C).
Das Element mit dem größten Anteil ist Eisen (Fe), es handelt sich somit um eine
Eisenbasislegierung.
Die Entwicklung von Edelstahl Rostfrei findet ihren Beginn in der Erteilung des Patentes auf Stähle mit „hoher Widerstandskraft gegen Korrosion“ im Jahre 1912. Wenn wir heute von Edelstahl Rostfrei im Allgemeinen sprechen, so meinen wir im Speziellen etwas mehr als 120 Sorten die in Gebrauch sind und die auf spezielle Anforderungen abgestimmt sind.
Die Bezeichnung Edelstahl ohne den Zusatz Rostfrei ist dabei nicht eindeutig, da zur Gruppe der Edelstähle auch Schnellarbeitsstahl, Edelbaustahl, Wälzlagerstahl und Werkzeugstahl zählen. Die nicht rostenden Stähle sind unter DIN EN 10088. Kap. 1-3 genormt (davor DIN 17 440). - EN 1092
- Begriff für:
Neue Flanschenorm, genaueres Flanschenormhier oder sehr genau hier als .pdf.
- Ferrit
- Begriff für:Ferritische Güten
Hier handelt es sich vorwiegend um Chromstähle, es gibt zwei Untergruppen, mit etwa 11-13% Chrom und mit etwa 17%Chrom.
Sie sind magnetisch, schweißbar, nicht härtbar und nicht besonders korrosionsstabil.
Durch das Zulegieren von Molybdän, Titan oder Niob wir bei einigen Varianten die
Korrosionsbeständigkeit verbessert. Anwendung finden diese Ferrite in der
Salpetersäureindustrie und im Automobilbau. - Hastelloy
- Begriff für:
Hastelloy ist der Markenname einer Nickelbasislegierung der Firma Haynes International, Inc. Die damit bezeichnete Gruppe von Werkstoffen ist gegen viele aggressive Chemikalien beständig.
- Inconel
- Begriff für:
Inconel ist ein rechtlich geschützter Markenname der Firma Special Metals Corporation für eine Reihe von korrosionsbeständigen Nickelbasislegierungen. Sie werden vor allem für Hochtemperatur-Anwendungen benutzt. Im englischen Sprachraum werden sie oft mit Inco abgekürzt. Neben Inconel sind auch die Handelsnamen Chronin, Altemp, Haynes, Nickelvac und Nicrofer üblich.
http://de.wikipedia.org/wiki/InconelSeite „Inconel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. Juni 2009, 08:48 UTC. URL: de.wikipedia.org/w/index.php (Abgerufen: 28. Oktober 2009, 18:30 UTC)
- Karbibbildung
- Begriff für:
Unter Karbidbildung ist zu verstehen, dass Chrom mit Kohlenstoff zu Chromcarbid
reagiert und so im Gefüge des Edelstahles chromarme Zonen entstehen, die dann nicht mehr korrosionsstabil sind. Höhere Chromgehalte und der Zusatz weiterer
Legierungselemente wie Nickel (Ni), Molybdän (Mo), Mangan (Mn) oder Kupfer (Cu)
verbessern die Korrosionsstabilität, verändern aber auch die mechanischen
Eigenschaften. - Korrosionsbeständigkeit
- Begriff für:
die Beständigkeit von Edelstahl Rostfrei entsteht in erster Linie aus der Bildung von Chromoxyd auf der Oberfläche des Stahles zu der so genannten Passivschicht. Diese ist undurchlässig und stellt sich bei Beschädigung unter dem Einfluss von Sauerstoff selbstständig wieder her. Chrom erhöht die Festigkeit deutlich, ohne die Dehnung wesentlich zu verschlechtern. Auch ist Chrom ein starker Karbidbildner. Aus diesem Grund muss der Kohlenstoff tief gehalten werden oder durch Stabilisierungselemente wie Titan (Ti) oder Niob (Nb) gebunden werden.
- Martensit
- Begriff für:Martensitische Güten
Chromstähle mit Chromanteilen von 12 bis18%, Kohlenstoffgehalt von 0,1 bis 1,2%,
Varianten mit Ni und Mo. Martensite sind magnetisch und können durch
Wärmebehandlung vergütet beziehungsweise gehärtet werden. Verwendung bei
mechanisch hoch beanspruchten Teile - Monel
- Begriff für:
Monel, (Werkstoff.-Nr. 2.4360, UNS N 04400, Alloy 400, Nicorros) auch Monelmetall genannt, nach Ambrose Monel († 1921), ist eine Nickel-Kupfer-Legierung (ungefähr: 65% Nickel, 33% Kupfer und 2% Eisen) mit hoher Zugfestigkeit, die sich sehr beständig gegenüber atmosphärischer Korrosion, Meerwasser und einer Vielzahl von Säuren und alkalischen Lösungen verhält. Die Bezeichnung Monel ist ein geschützter Markenname der Firma Special Metals Corporation, Huntington (West Virginia), USA.
- Titan
- Begriff für:chemisches Element Ti
Titan ist weiß-metallisch glänzend, leicht, fest, dehnbar, korrosions- und temperaturbeständig. Es ist daher besonders für Anwendungen geeignet, bei denen es auf hohe Korrosionsbeständigkeit, Festigkeit und geringes Gewicht ankommt. Rein-Titan hat die Werkstoffnummer 3.7034.Titan-Legierungen werden häufig nach dem US-amerikanischen Standard ASTM mit Grade 1 bis 35 charakterisiert. Grade 1 bis 4 bezeichnet Rein-Titan verschiedener Reinheitsgrade.
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